heute mal etwas witziges...
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Wenn ein Mann im Wald steht und etwas sagt, und es ist keine Frau in der Nähe, die ihn hören könnte, hat er trotzdem Unrecht?
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"Führt deine Frau öfter Selbstgespräche?" – "Ja, aber sie weiß nichts davon. Sie denkt, ich höre zu!"
Donnerstag, Januar 10, 2008
Samstag, Januar 05, 2008
Unsichtbare Begleiter
Mein Sohn hat einen unsichbaren Begleiter - einen unsichtbaren Computer, der jede Frage beantworten kann. Manchmal, wenn ich ihm irgendetwas erkläre (z. B. dort drüben ist der Jupiter) meint er nur ziemlich trocken, "Weiß ich schon" (", mein Computer sagt mir immer die genaue Position des Jupiter").
Wir haben heute mit Kreiseln gespielt und Zaubertricks geübt. Gar nicht so leicht einen kleinen Kreisel anzudrehen, wenn der unsichtbare Computer das nicht kann.
Mir ist klar geworden, dass Menschen nur kongruent handeln, wenn sie vertrauen in die Richtigkeit des Tuns haben. Das macht Religionen und Fanatiker so stark. Ohne Zweifel lebt es sich besser. Ohne Angst wird man unbesiegbar. Liebe ist das Gefühl es richtig zu machen.
Das neue Jahr fängt gut an. Eine Göttin tanzt in mein Leben. Plötzlich hat alles Sinn und ich möchte wieder sein, was ich sein kann. Jeder Moment wird kostbar.
Wir haben heute mit Kreiseln gespielt und Zaubertricks geübt. Gar nicht so leicht einen kleinen Kreisel anzudrehen, wenn der unsichtbare Computer das nicht kann.
Mir ist klar geworden, dass Menschen nur kongruent handeln, wenn sie vertrauen in die Richtigkeit des Tuns haben. Das macht Religionen und Fanatiker so stark. Ohne Zweifel lebt es sich besser. Ohne Angst wird man unbesiegbar. Liebe ist das Gefühl es richtig zu machen.
Das neue Jahr fängt gut an. Eine Göttin tanzt in mein Leben. Plötzlich hat alles Sinn und ich möchte wieder sein, was ich sein kann. Jeder Moment wird kostbar.
Donnerstag, Dezember 13, 2007
Gone Baby Gone
"Wer nie sein Brod mit Thränen as,
Wer nie die kummervollen Nächte
Auf seinem Bette weinend sas,
Der kennt euch nicht, ihr himmlischen Mächte.
Ihr führt ins Leben uns hinein,
Ihr laßt den Armen schuldig werden,
Dann überlaßt ihr ihn der Pein;
Denn alle Schuld rächt sich auf Erden."
- Johann Wolfgang von Goethe
Kino kann wunderbar sein. Der Film "Gone Baby Gone" ist phantastisch. Ich kann immer noch nicht fassen, was da zu sehen war. Das ist kein normales Hollywood-Kino. Da werden Konflikte nicht geschönt, verharmlost und gelöst. Leben wie es ist: Es gibt kein Richtig für Alle. Meiner Meinung nach wird die allgemein anerkannte Filmmoral vorgeführt, blossgestellt. Weltklasse. Kein Film für Eltern. Es ist nicht leicht das Leiden eines fünf-jährigen Kindes zu erleben, wenn man selber welche hat(te). Ein Problemfilm von Anfang bis Ende, dicht und unglaublich fesselnd. Lauter rechtschaffende Menschen, jeder auf seine Weise. Aber letztlich gibt es nur ein Recht eine Gerechtigkeit und die steht nicht über Allem. Keine Besserwisserei - einfach stark!
Wer nie die kummervollen Nächte
Auf seinem Bette weinend sas,
Der kennt euch nicht, ihr himmlischen Mächte.
Ihr führt ins Leben uns hinein,
Ihr laßt den Armen schuldig werden,
Dann überlaßt ihr ihn der Pein;
Denn alle Schuld rächt sich auf Erden."
- Johann Wolfgang von Goethe
Kino kann wunderbar sein. Der Film "Gone Baby Gone" ist phantastisch. Ich kann immer noch nicht fassen, was da zu sehen war. Das ist kein normales Hollywood-Kino. Da werden Konflikte nicht geschönt, verharmlost und gelöst. Leben wie es ist: Es gibt kein Richtig für Alle. Meiner Meinung nach wird die allgemein anerkannte Filmmoral vorgeführt, blossgestellt. Weltklasse. Kein Film für Eltern. Es ist nicht leicht das Leiden eines fünf-jährigen Kindes zu erleben, wenn man selber welche hat(te). Ein Problemfilm von Anfang bis Ende, dicht und unglaublich fesselnd. Lauter rechtschaffende Menschen, jeder auf seine Weise. Aber letztlich gibt es nur ein Recht eine Gerechtigkeit und die steht nicht über Allem. Keine Besserwisserei - einfach stark!
Montag, November 26, 2007
supergute Tage
ja, heute ist einer dieser superguten Tage. Wie damals, als ich Gozilla mit dem kleinen Finger vom Hochhaus runtergeschubst habe. O. K., zugegeben, war ich nicht. Fühlt sich aber so an als hätte ich es gewesen sein können. Habe gerade die Reste von einem Christstollen verschlungen und trinke einen Himbeer-Brombeer-Tee. Den hat sich Kai ausgesucht, weil er wegen seiner Magen-Darm-Grippe viel trinken sollte. Jetzt trinke ich den Tee, Kai ist bei seiner Mutter, das Wochenende habe ich mit hohem Fieber und viel Schlaf verbracht. Heute bin ich wach und ganz bei mir. Der Husten stört noch etwas. Die Phase des Rauchens ist wieder vorbei. Ich habe Lust auf viel Bewegung, aber der Körper wird doch schnell müde. Einige Extrasystolen stoppen die Euphorie. Ein ereignisreicher Tag bei der Arbeit, alle Bälle sind in Bewegung. An manchen Tagen ist das Alles nicht zuviel sondern längst nicht genug. Es sollte mehr solcher Tage geben.
Irgendwie ist zwar alles schon mal gesagt worden. Aber mir ist gerade wieder aufgefallen, dass man Bedürfnisse nicht wollen kann. Anders ausgedrückt die Bedürfnisse (die uns antreiben), sind nicht Gegenstand unseres Willens. Man kann wohl mit seinem Willen Bedürfnisse (zeitweilig) unterdrücken. Und scheitert damit auf längere Sicht. Plötzlich ist der Wille nur noch der post-actum zur Rechtfertigung der Tat. Ist doch interessant: Bedürfnisse führen zu Handlungen (vermeintliche Befriedungsaktionen). Dennoch ist sich das (angeblich) handelnde Selbst seiner Bedürfnisse nicht direkt bewußt ( lediglich indirekt aus Erfahrung vergangener Befriedigung ). So lehrt die Befriedigung unser Selbst die Ziele wiederkehrender Bedürfnisse. Wie gesagt, ist vermutlich alles schon von klügeren Leuten gesagt worden. Mir ist ist es aufgefallen, weil mir klar wurde, dass es unmöglich ist zu wissen, was die "echten" eigenen Bedürfnisse sind. Nichts destotrotz werden meine Bedürfnisse mich weiter handeln lassen. Und das sind gute Tage.
Irgendwie ist zwar alles schon mal gesagt worden. Aber mir ist gerade wieder aufgefallen, dass man Bedürfnisse nicht wollen kann. Anders ausgedrückt die Bedürfnisse (die uns antreiben), sind nicht Gegenstand unseres Willens. Man kann wohl mit seinem Willen Bedürfnisse (zeitweilig) unterdrücken. Und scheitert damit auf längere Sicht. Plötzlich ist der Wille nur noch der post-actum zur Rechtfertigung der Tat. Ist doch interessant: Bedürfnisse führen zu Handlungen (vermeintliche Befriedungsaktionen). Dennoch ist sich das (angeblich) handelnde Selbst seiner Bedürfnisse nicht direkt bewußt ( lediglich indirekt aus Erfahrung vergangener Befriedigung ). So lehrt die Befriedigung unser Selbst die Ziele wiederkehrender Bedürfnisse. Wie gesagt, ist vermutlich alles schon von klügeren Leuten gesagt worden. Mir ist ist es aufgefallen, weil mir klar wurde, dass es unmöglich ist zu wissen, was die "echten" eigenen Bedürfnisse sind. Nichts destotrotz werden meine Bedürfnisse mich weiter handeln lassen. Und das sind gute Tage.
Sonntag, November 11, 2007
Nicht Alles, was schön ist, ist wahr - Nicht Alles, was wahr ist, ist schön
Die Jazztage sind nun für dieses Jahr vorbei.
Sonntag 4. Nov.
Quadro Nuevo. Mit österreicherischem Charm wurde das Publikum verzaubert. Ich hatte leider nicht viel Gelegenheit dabei zu sein, aber was ich erlebt habe war wunderbar. Perfekte witzige Ansagen und großartige Musik. Besonders in Erinnerung bleibt mir die Überleitung zu "Paroles" ein Song aus den siebzigern, der als Antwort auf Alan Delons platte Anmachsprüche ( z. B. "Für Deine Augen hat Gott zwei Sterne vom Himmel genommen", "In Deinen Augen sehe ich meine zukünftigen Kinder"), dargestellt wurde, mit dem Fazit: Nicht Alles, was schön ist, ist wahr - Nicht Alles, was wahr ist, ist schön.
Richard Galliano und Gary Burton mit Quartett. Wer, wie ich Piazolla mag, muss diese Musik einfach lieben. Durchaus anstrengend zu hören aber auch sehr frisch. Xylophon und Akkordeon passen wirklich ganz gut zusammen.
Montag 5. Nov. Guitar Masters
Okan Ersan & Istanbul Super Band - ja, ganz gut.
Snowy White & The White Flames - herrlich.
Roben Ford - ganz nett.
Susan Weinert - hmm. Als akustische Nylongitarrenmusik wurde es angekündigt. Gespielt wurde aber mit viel elektrischen Effekten, nur die Stücke von den letzten Platten. Technisch perfekt, ohne Zweifel. Enttäuscht war ich trotzdem, hatte etwas mehr als Gitarrensynthesizer erwartet. Susans Bühnenpräsenz war auch etwas divenhaft. Heftig schaukelnde Bewegung der im Stehen gespielten Gitarre sind etwas gewöhnungsbedürftig. Eigentlich ein Wunder, das die Finger das Brett treffen. Vielleicht ist aber auch einfach die CD gelaufen, kann man ja nicht beurteilen. Ständig ihr verliebter Blick zu ihrem Mann am Bass. Irgendwie war das Publikum beim Konzert ausgeschlossen. Nur die Verärgerung als dann gelegentlich jemand aufstand war spürbar.
Dienstag 6. Nov Women's Night
Ich habe nur wenig selbst mitbekommen
Doba Caracol - hat die Leute begeistert. Schön mal französischen Gesang zu hören.
Holly Cole - ruhige und besinnliche Musik. Nette Stücke, nett gesunden, sehr abgeklärt. Ich fand es langweilig.
Mittwoch 7. Nov. Blow On
Roman und Julian Wasserfuhr. Toll, die haben was drauf! Mitreißend.
WDR Big Band. Tja, wenn man's mag. Der Saal war nicht besonders voll. Und man hört, die hälfte davon hätte auf der Gästeliste gestanden. Der WDR ist halt auch ein wichtiger Sponsor.
Donnerstag 8. Nov. Made in Germany
[re:jazz] - superb! Wunderbarer, sehr gut hörbarer, leichter Jazz.
Klaus Doldingers Passport - Das Highlight des Abends (vielleicht sogar des gesamten Festivals). Tolle Band, die musikalisch alles zeigen konnte und dabei begeistert.
Dann kam Sasha hinzu. Der viel leider nicht durch guten Gesang sondern durch Superstar-gehabe und platte Sprüche auf. Auf mich wirkte es arrogant, wenn er zunächst bescheiden die Ehre anspricht mit Doldinger zu spielen und dann sofort das Publikum auffordert der Band doch auch mal einen Applaus zu geben. Die Band wurde zur Begleitkapelle für lahme Songs degradiert. Die Stimmung die Doldinger vorher zum kochen gebracht hatte, kühlte Sasha gekonnt ab. Man musste wohl ein eingefleichter Fan sein, um das nicht zu merken. Mein Eindruck: Spätestens zum Ende des Konzerts, waren davon nicht mehr viele im Raum. Immerhin das Haus war voll, vielleicht war Sasha doch für etwas gut.
Sonntag 4. Nov.
Quadro Nuevo. Mit österreicherischem Charm wurde das Publikum verzaubert. Ich hatte leider nicht viel Gelegenheit dabei zu sein, aber was ich erlebt habe war wunderbar. Perfekte witzige Ansagen und großartige Musik. Besonders in Erinnerung bleibt mir die Überleitung zu "Paroles" ein Song aus den siebzigern, der als Antwort auf Alan Delons platte Anmachsprüche ( z. B. "Für Deine Augen hat Gott zwei Sterne vom Himmel genommen", "In Deinen Augen sehe ich meine zukünftigen Kinder"), dargestellt wurde, mit dem Fazit: Nicht Alles, was schön ist, ist wahr - Nicht Alles, was wahr ist, ist schön.
Richard Galliano und Gary Burton mit Quartett. Wer, wie ich Piazolla mag, muss diese Musik einfach lieben. Durchaus anstrengend zu hören aber auch sehr frisch. Xylophon und Akkordeon passen wirklich ganz gut zusammen.
Montag 5. Nov. Guitar Masters
Okan Ersan & Istanbul Super Band - ja, ganz gut.
Snowy White & The White Flames - herrlich.
Roben Ford - ganz nett.
Susan Weinert - hmm. Als akustische Nylongitarrenmusik wurde es angekündigt. Gespielt wurde aber mit viel elektrischen Effekten, nur die Stücke von den letzten Platten. Technisch perfekt, ohne Zweifel. Enttäuscht war ich trotzdem, hatte etwas mehr als Gitarrensynthesizer erwartet. Susans Bühnenpräsenz war auch etwas divenhaft. Heftig schaukelnde Bewegung der im Stehen gespielten Gitarre sind etwas gewöhnungsbedürftig. Eigentlich ein Wunder, das die Finger das Brett treffen. Vielleicht ist aber auch einfach die CD gelaufen, kann man ja nicht beurteilen. Ständig ihr verliebter Blick zu ihrem Mann am Bass. Irgendwie war das Publikum beim Konzert ausgeschlossen. Nur die Verärgerung als dann gelegentlich jemand aufstand war spürbar.
Dienstag 6. Nov Women's Night
Ich habe nur wenig selbst mitbekommen
Doba Caracol - hat die Leute begeistert. Schön mal französischen Gesang zu hören.
Holly Cole - ruhige und besinnliche Musik. Nette Stücke, nett gesunden, sehr abgeklärt. Ich fand es langweilig.
Mittwoch 7. Nov. Blow On
Roman und Julian Wasserfuhr. Toll, die haben was drauf! Mitreißend.
WDR Big Band. Tja, wenn man's mag. Der Saal war nicht besonders voll. Und man hört, die hälfte davon hätte auf der Gästeliste gestanden. Der WDR ist halt auch ein wichtiger Sponsor.
Donnerstag 8. Nov. Made in Germany
[re:jazz] - superb! Wunderbarer, sehr gut hörbarer, leichter Jazz.
Klaus Doldingers Passport - Das Highlight des Abends (vielleicht sogar des gesamten Festivals). Tolle Band, die musikalisch alles zeigen konnte und dabei begeistert.
Dann kam Sasha hinzu. Der viel leider nicht durch guten Gesang sondern durch Superstar-gehabe und platte Sprüche auf. Auf mich wirkte es arrogant, wenn er zunächst bescheiden die Ehre anspricht mit Doldinger zu spielen und dann sofort das Publikum auffordert der Band doch auch mal einen Applaus zu geben. Die Band wurde zur Begleitkapelle für lahme Songs degradiert. Die Stimmung die Doldinger vorher zum kochen gebracht hatte, kühlte Sasha gekonnt ab. Man musste wohl ein eingefleichter Fan sein, um das nicht zu merken. Mein Eindruck: Spätestens zum Ende des Konzerts, waren davon nicht mehr viele im Raum. Immerhin das Haus war voll, vielleicht war Sasha doch für etwas gut.
Sonntag, November 04, 2007
meo fado
Die Leverkusener Jazztage sind ein Hit. Jeden Abend ein unbescheibliches Erlebniss. Ich habe das Vergnügen als Helfer dabei zu sein. Auch wenn es dafür keine Bezahlung gibt, ist die Chance, solche großartigen Musiker aus der Nähe zu sehen, Lohn genug.
Do. 1.November. Für mich ist die Entdeckung des Tages Lars Danielsson und Leszek Mozdzer. Ein gewaltiger Auftakt für das Festival. Kaum zu Toppen, denke ich bis dahin. Was Lars Danielsson auf Bass und Cello anstellt ist einfach unglaublich. Ein Bass mit Bogen gespielt, Arpeggio-artige Klänge so etwas habe ich noch nicht gehört. Das Publikum war mit Recht begeistert. Vorher Antonio Faraò und nachher das Abdullah Ibrahim Trio waren auch richtig gut. Für mein Gefühl zu sehr in Klaviersolos verliebt. Man kennt die Jazztonleitern ja inzwischen doch. Perfekt gespielt, aber es fehlte für mich die Frische.
Fr. 2. November. Gesangsabend. Mario Biondi der neue Superstar aus Italien beeindruckt mit furioser Gesangskraft. Mein Herz hat er mit dem Song Billy Joel "Just the way you are" gewonnen. Mariza als Hauptakt, eine schmächtige Person mit witzigem Pyramidenkleid betritt die Bühne. Die Fangemeide der Portugiesen ist stark vertreten. Ich kannte die Aufnahmen aus ihrem Konzert in Lissabon, fand das etwas zu, nun ja, folkloristisch. Aber diese Frau hat eine Stimme, wow! Selbst nur mit einer Rhythmus-Box als Begleitung umwirkt einen dieser Gesang. Mächtig. Ein Gesang, der Steine verzaubert. Spätestens als sie "meo fado" (mein Schicksal) singt, ist keiner mehr unberührt.
Ein Anruf der Polizei aus Oschersleben holt mich mich an diesem Abend in die Wirklichkeit zurück. Meine Mutter ist im dunkeln auf der Landstrasse unterwegs gewesen und hat einige Unfälle verursacht. Nun ist sie eingewiesen worden. Immerhin ein Fortschritt in eskalierter Lage.
Sa. 3. November. Gitarrenabend. Ich war besonders neugierig auf die jungen deutschen Gitarristen Torsten Goods und Diknu Schneeberger. Die beiden sind großartig. Perfektes und blitzschnelles Spiel auf der Gitarre. Und hier klangen auch die Solos nicht langweilig. Aber es zündete trotzdem nicht ganz. Ich fand die Auftritte sind insgesamt zu kurz geraten. Aber die Jungs sind noch so jung (Diknu gerade 17), man wird sicher noch von ihnen hören. Der Höhepunkt des Abends sollte Marcus Miller werden. Der kam verspätet, weil er wohl 5 Stunden im Stau einer durch Unfall total gesperrten Autobahn festgesessen hatte. Kein vernünftiger Soundcheck. Als er aus der Gardarobe kam, merkte man ihm seine Unzufriedenheit deutlich an. Nicht leicht für einen Perfektionisten. Das Streben nach Perfektion merkte man dann im Auftritt - furious. Poogie Bell am Schlagzeug, Patches Steward an der Trumpete, Keith Anderson am Saxophon, Gregoire Maret an der Mundharmonika (!) - allesamt Ausnahmemusiker. Perfekte Solos, viel erfrischende Improvisation. Gigantisch! Der fehlende Soundcheck war aber spürbar. Die Bässe zum Teil übersteuert, ein Mundharmonika-Saxophon-Duett mußte wegen Rückkopplung abgebrochen werden. Aber selbst das wurde gekonnt überspielt. Mich haben die Stücke von Miles Davis beeindruckt, aber selbst Stevie Wonder und die Beatles ("come together") wirken frisch, wenn diese Musiker sich austoben. Weltklasse!
Do. 1.November. Für mich ist die Entdeckung des Tages Lars Danielsson und Leszek Mozdzer. Ein gewaltiger Auftakt für das Festival. Kaum zu Toppen, denke ich bis dahin. Was Lars Danielsson auf Bass und Cello anstellt ist einfach unglaublich. Ein Bass mit Bogen gespielt, Arpeggio-artige Klänge so etwas habe ich noch nicht gehört. Das Publikum war mit Recht begeistert. Vorher Antonio Faraò und nachher das Abdullah Ibrahim Trio waren auch richtig gut. Für mein Gefühl zu sehr in Klaviersolos verliebt. Man kennt die Jazztonleitern ja inzwischen doch. Perfekt gespielt, aber es fehlte für mich die Frische.
Fr. 2. November. Gesangsabend. Mario Biondi der neue Superstar aus Italien beeindruckt mit furioser Gesangskraft. Mein Herz hat er mit dem Song Billy Joel "Just the way you are" gewonnen. Mariza als Hauptakt, eine schmächtige Person mit witzigem Pyramidenkleid betritt die Bühne. Die Fangemeide der Portugiesen ist stark vertreten. Ich kannte die Aufnahmen aus ihrem Konzert in Lissabon, fand das etwas zu, nun ja, folkloristisch. Aber diese Frau hat eine Stimme, wow! Selbst nur mit einer Rhythmus-Box als Begleitung umwirkt einen dieser Gesang. Mächtig. Ein Gesang, der Steine verzaubert. Spätestens als sie "meo fado" (mein Schicksal) singt, ist keiner mehr unberührt.
Ein Anruf der Polizei aus Oschersleben holt mich mich an diesem Abend in die Wirklichkeit zurück. Meine Mutter ist im dunkeln auf der Landstrasse unterwegs gewesen und hat einige Unfälle verursacht. Nun ist sie eingewiesen worden. Immerhin ein Fortschritt in eskalierter Lage.
Sa. 3. November. Gitarrenabend. Ich war besonders neugierig auf die jungen deutschen Gitarristen Torsten Goods und Diknu Schneeberger. Die beiden sind großartig. Perfektes und blitzschnelles Spiel auf der Gitarre. Und hier klangen auch die Solos nicht langweilig. Aber es zündete trotzdem nicht ganz. Ich fand die Auftritte sind insgesamt zu kurz geraten. Aber die Jungs sind noch so jung (Diknu gerade 17), man wird sicher noch von ihnen hören. Der Höhepunkt des Abends sollte Marcus Miller werden. Der kam verspätet, weil er wohl 5 Stunden im Stau einer durch Unfall total gesperrten Autobahn festgesessen hatte. Kein vernünftiger Soundcheck. Als er aus der Gardarobe kam, merkte man ihm seine Unzufriedenheit deutlich an. Nicht leicht für einen Perfektionisten. Das Streben nach Perfektion merkte man dann im Auftritt - furious. Poogie Bell am Schlagzeug, Patches Steward an der Trumpete, Keith Anderson am Saxophon, Gregoire Maret an der Mundharmonika (!) - allesamt Ausnahmemusiker. Perfekte Solos, viel erfrischende Improvisation. Gigantisch! Der fehlende Soundcheck war aber spürbar. Die Bässe zum Teil übersteuert, ein Mundharmonika-Saxophon-Duett mußte wegen Rückkopplung abgebrochen werden. Aber selbst das wurde gekonnt überspielt. Mich haben die Stücke von Miles Davis beeindruckt, aber selbst Stevie Wonder und die Beatles ("come together") wirken frisch, wenn diese Musiker sich austoben. Weltklasse!
Freitag, Oktober 05, 2007
Fireblade
Die Sterne tragen funkelnd einen Hof. Heute morgen gab es den ersten Nebel. Kinder spielen im Hof begeistert Fussball, obwohl es schon nach zehn ist. Der Nachbar von gegenüber feiert wohl, vielleicht Geburtstag. Es blitzt am Fenster. Ich sitze rauchend auf dem Balkon und genieße den Abend. Von oben hört man wie Badewasser eingelassen wird. Irgendwo jubeln Leute über ein Tor. Meine Arbeitskollegin Nicole hat heute Geburtstag. Aber sie ist nicht glücklich darüber. Verständlich, zu schnell geht die Zeit um. Aber sie freut sich über die Grüße. Ein anderer Arbeitskollege erzählt mir von seinen Zukunftsplänen. Schön zu wissen, dass man nicht alleine ist. Die Arbeitswoche ist um, es war anstengend. Trotz Feiertag. Ein unbeschreibliches Erlebnis kürt diese Woche: ich bin auf einer Fireblade mitgefahren. Der Körper vibriert noch bei der Erinnerung daran mit über 240 km/h über die Autobahn zu fahren. Die Muskeln verarbeiten noch das Abstützen und Festhalten bei dem orkanartigen Fahrtwind. Ein unglaubliches Lebensgefühl. Manchmal braucht man wohl solche Erlebnisse einfach. So wie das neue Buch von Dieter Nuhr, dass ich neulich abend gelesen oder verschlungen habe. Großartig. Philosophie für Volksschulabsolventen. Aber immer genau auf den Punkt. Ein riesiges Vergnügen. Morgen geht's ins Kino. Eine ereignissreiche und herausfordernde Woche, wie so viele in letzter Zeit. Ich betone das, um zu sagen: auch was nicht in diesem Blog erwähnt wird existiert.
Sonntag, September 16, 2007
Sockenfussball
Erstaunlich, wie eine leichte Neuinterpretation eine Situation verändern kann. Da wird eine für ein fünfjähriges Kind langweilige Tätigkeit, wie das Aufhängen von Wäsche, plötzlich zum Highlight des Tages - weil man zeigen kann, dass sich mit zusammengerollten Socken auch prima Fussball spielen läßt. Ein kleines Tournier und ein paar Hebertricks schon macht sich die Wäsche von selbst. Die Arbeit ist getan und der Junior fühlt sich nicht vernachläßigt. Ein schöner Tag.
Das ist heute beim Brunch mit den roten Funken nicht so gelungen. Daran konnte auch kein Waffelbacken etwas helfen, noch dass sich die Chefin des Hauses persönlich um sein wohlergehen bemüht hat. Vielleicht lag es daran, dass unser Wettrennen auf Rollbrettern und die Erkundung von "geheimen" Waldwegen im Wald (mit Spinnensuche) vorher nicht lange genug gedauert hat. Immerhin gab es ein tolles Geschenk zum Abschied. Aber das Schwimmen im Anschluß war besser. Müde liegt er jetzt im Bett und träumt von Motorrädern, die wohl unser nächstes Hobby werden.
Ich fühle mich leer und kraftlos. Möchte ruhen. Frage mich, ob die Blutwerte in zwei Wochen besser werden, oder ein Urteil sprechen. Habe in dieser Woche zwei viel versprechende neue Arbeitsplätze angeboten bekommen. Werde es nicht machen, weil ich nicht auf der Höhe bin und in dieser Form meine Erwartungen nicht erfüllen kann. Manchmal möchte man einfach, dass alles nur so bleibt wie es ist, oder wie es war. Aber die Dinge ändern sich, keine Zeit zum Luft holen. Es ist leichter, wenn man jung, gesund und verliebt ist. Aber: Wenn es leicht ist, machen es andere.
Das ist heute beim Brunch mit den roten Funken nicht so gelungen. Daran konnte auch kein Waffelbacken etwas helfen, noch dass sich die Chefin des Hauses persönlich um sein wohlergehen bemüht hat. Vielleicht lag es daran, dass unser Wettrennen auf Rollbrettern und die Erkundung von "geheimen" Waldwegen im Wald (mit Spinnensuche) vorher nicht lange genug gedauert hat. Immerhin gab es ein tolles Geschenk zum Abschied. Aber das Schwimmen im Anschluß war besser. Müde liegt er jetzt im Bett und träumt von Motorrädern, die wohl unser nächstes Hobby werden.
Ich fühle mich leer und kraftlos. Möchte ruhen. Frage mich, ob die Blutwerte in zwei Wochen besser werden, oder ein Urteil sprechen. Habe in dieser Woche zwei viel versprechende neue Arbeitsplätze angeboten bekommen. Werde es nicht machen, weil ich nicht auf der Höhe bin und in dieser Form meine Erwartungen nicht erfüllen kann. Manchmal möchte man einfach, dass alles nur so bleibt wie es ist, oder wie es war. Aber die Dinge ändern sich, keine Zeit zum Luft holen. Es ist leichter, wenn man jung, gesund und verliebt ist. Aber: Wenn es leicht ist, machen es andere.
Dienstag, September 04, 2007
Vergänglichkeit
Wie an dem Tag, der dich der Welt verliehen,
Die Sonne stand zum Gruße der Planeten,
Bist alsobald und fort und fort gediehen
Nach dem Gesetz, wonach du angetreten.
So mußt du sein, dir kannst du nicht entfliehen,
So sagten schon Sibyllen, so Propheten;
Und keine Zeit und keine Macht zerstückelt
Geprägte Form, die lebend sich entwickelt.
Goethe.
Samstag, September 01, 2007
Style
Beim Döneressen: Eine Gruppe von drei jungen Mädchen und einem Jungen. Sie sind gekonnt aber auch etwas übertrieben aufgemacht. Er benimmt sich, als ob sie mit ihren Körpern für ihn arbeiten würden. Sie unterhalten sich (und damit das ganze Lokal) über alltägliches. Eine ist neu in der Klasse und wurde direkt zur Klassensprecherin gewählt. Sie wundert sich und findet "das System" scheisse. Er greift ihr Haar hält es seiner Nachbarin quer über den Tisch hin - "Riech mal!". Dann schwärmt er von dem seidenen Glanz und dem rötlichen Schimmer, den das Shampoo verursache und natürlich dem tollen Duft. "Macht alle Männer geil", meint er und es habe nur 98 Euro gekostet. Ich bin beeindruckt, mein Haarwaschmittel kostet nur 3% davon, vielleicht sollte ich wechseln und auf den Axe-Effekt hoffen. Andererseits arbeite ich eindeutig in einer anderen Branche - obwohl das sind doch nur Kinder. Erst jetzt schaue ich genauer hin, vielleicht 16 Jahre alt, wenn es hoch kommt. Gekleidet mit eng anliegenden Designerstücken, glitzernde Schmuckstückchen. Nett anzusehen aber die Sprache und der Umgang hat Manga oder eher Köln-Kalk-Niveau. Einige haben definitiv einen Migrationshintergrund. Ich bin beeindruckt. Die machen etwas aus ihrem Leben. Ich wünsche Euch, dass ihr alles erreicht, was Ihr Euch vornehmt - aber für diese vier könnte man das als Fluch verstehen.
So wie die Linus Talentprobe von gestern. Teilweise gute Vorträge, die meisten gerade erträglich, einige erbärmlich. Das Publikum ist ehrlich. Die singende Glatze aus der Eifel wird mit Sprechchören begrüßt: "Du hast die Haare schön!". Der war gut und kommt ins "re-call". Die gut aussehende schwarzhaarige, die versucht sich einzuschleimen mit "seid ihr alle gut drauf" und mit einer pipsigen Stimme die Melodie knapp verfehlt, sie wird vom Publikum übertönt mit "Hey Baby, hey baby, - hu - ha - hu -, would you be my girl?". Ich vermute mal, die sich darstellende Schönheit war nicht in der Stimmung irgendeinem der anwesenden Männer diesen Wunsch zu erfüllen. Eine Riesenshow, hat Spass gemacht. Ich werde aber in diesem Leben wohl nicht mehr verstehen, was Menschen dazu bewegt dort auf die Bühne zu gehen und traurig wieder hinunter, oder was einige aus dem Publikum dazu bewegt hat in Hühnerkostüm (hat was von Bibo aus der Sesamstrasse) und Taucherkostüm auf der Bühne zu tanzen. Menschen sind merkwürdig und das Leben jederzeit zum Wundern gut geeignet.
So wie die Linus Talentprobe von gestern. Teilweise gute Vorträge, die meisten gerade erträglich, einige erbärmlich. Das Publikum ist ehrlich. Die singende Glatze aus der Eifel wird mit Sprechchören begrüßt: "Du hast die Haare schön!". Der war gut und kommt ins "re-call". Die gut aussehende schwarzhaarige, die versucht sich einzuschleimen mit "seid ihr alle gut drauf" und mit einer pipsigen Stimme die Melodie knapp verfehlt, sie wird vom Publikum übertönt mit "Hey Baby, hey baby, - hu - ha - hu -, would you be my girl?". Ich vermute mal, die sich darstellende Schönheit war nicht in der Stimmung irgendeinem der anwesenden Männer diesen Wunsch zu erfüllen. Eine Riesenshow, hat Spass gemacht. Ich werde aber in diesem Leben wohl nicht mehr verstehen, was Menschen dazu bewegt dort auf die Bühne zu gehen und traurig wieder hinunter, oder was einige aus dem Publikum dazu bewegt hat in Hühnerkostüm (hat was von Bibo aus der Sesamstrasse) und Taucherkostüm auf der Bühne zu tanzen. Menschen sind merkwürdig und das Leben jederzeit zum Wundern gut geeignet.
Montag, August 27, 2007
Affenkönig
"Auf einem Berg am Ostrand des Ozeans befruchtete der Wind ein Ei, aus dem ein Affe schlüpfte. Der Jade-Kaiser selber stattete ihn mit magischen Fähigkeiten aus. Ein taoistischer Weiser lehrte ihn, sich zu verwandeln und durch die Luft zu fliegen. Schon bald gelang es ihm, alle Affen zu einem Königreich zu vereinen. Aber er brauchte auch noch eine starke Waffe. Und so reiste er zum Drachenkönig am Grund des Östlichen Meeres. Mit einem Trick gelang es ihm, dem König einen Zauberstab zu entwenden, der die Größe seines Besitzers verändern konnte."
(http://www.mythentor.de/osten/china12.htm)
So beginnt die Geschichte des Affenkönigs. Einen Moment lang dachte ich Guan Yin hätte sich für mich ausgesprochen. Doch es war wohl nur ein Traum, ein Tanz der Moleküle, ein projezierter Wunsch. Sie ist schön und wunderbar. Gut für viele Träume. Heute ist die Sonne nur für mich aufgegangen. Heute ist Frühling und das Sein verzaubert. Heute geht die Sonne nur für mich unter und ich bete für Guan Yin...
(http://www.mythentor.de/osten/china12.htm)
So beginnt die Geschichte des Affenkönigs. Einen Moment lang dachte ich Guan Yin hätte sich für mich ausgesprochen. Doch es war wohl nur ein Traum, ein Tanz der Moleküle, ein projezierter Wunsch. Sie ist schön und wunderbar. Gut für viele Träume. Heute ist die Sonne nur für mich aufgegangen. Heute ist Frühling und das Sein verzaubert. Heute geht die Sonne nur für mich unter und ich bete für Guan Yin...
Sonntag, August 19, 2007
Spinnen
Ich liebe Spinnen. In meinem Badezimmer ist gerade ein besonders großes Exemplar Gast. Ich kenne ihren Namen leider nicht, aber es wunderbar, wie sie da sitzt und lauert. Ich frage mich, ob Spinnen schlafen. Spinnen sind angenehme Zeitgenossen sie fangen lästige Fliegen und Mücken, stehen nicht im Weg, wollen kein Geld, nutzen Dich nicht aus, beschimpfen Dich nicht. Kurz, sie sind nützlich und nerven nicht. Vielleicht wird meine nächste Frau im Haus eine Spinne. Tiere sind überhaupt viel ehrlicher. Man weiß, woran man ist. Niemand kann sich wundern, wenn ein Hund beißt oder eine Katze kratzt. Aber bei einem Menschen, denke ich dauernd: Es sind die Hormone. Was irgendwie überraschend ist - ich dachte, Menschen können denken. Aber vielleicht sind auch das bei mir nur: die Hormone.
Freitag, August 10, 2007
Die Macht des Handelns
Wie kann man Jemandem helfen, der sich nicht helfen lassen möchte? Ist der Widerstand berechtigt? Hat Sie vielleicht das Recht, ihren Willen zu haben. Auch wenn das nun bedeutet, dass sie schneller stirbt. Wenn ich vom Gerichts aus Betreuer bin und für den bestmöglichen Gesundheitszustand zu sorgen habe, darf ich ihren Wunsch akzeptieren? Immerhin Chemotherapie ist eine (wenn auch kleine) Chance für Sie die nächsten fünf Jahre zu überleben. 10% bisher, das klingt für mich wie eine Chance. Aber Sie meint, das Leiden sei es nicht wert. Überhaupt, wollen ja alle, dass sie leide. Das gehört zu ihrer schizophrenen Psychose. Ein Psychater hat ihr bescheinigt, dass sie in der Lage sei über ihr Leben selber zu entscheiden. Obwohl sie ihn mit falschen Informationen versorgt hat, dürfte sein Urteil für den Alltag sicher zu treffen. Aber gerade bei solchen grenzwertigen Entscheidungen, wie einer Chemotherapie, vernebeln alle psychotischen Ängste ihren Beschluss. Warum bilde ich mir eigentlich ein, besser entscheiden zu können? Muss ich nachher damit leben, Sterbehilfe geleistet zu haben? Ja, ich muss. Wieder ein unauflösbarer Konflikt. Sind eigentlich alle Frauen so? Werde ich jetzt selber psychotisch? Eines aber erscheint mir klar: Das Leben hilft niemandem der nur wartet. Entscheiden, Machen und Handeln das bewirkt Veränderung. Vielleicht Verbesserung. Aber Leiden und abwarten das bringt nur eine Verschlimmerung der Situation.
Sonntag, Juli 29, 2007
Die gelbe Gefahr
Die Simpsons im Kino. Es gibt Dinge, die die Welt nicht braucht. Homer macht es direkt am Anfang des Films klar: Wie blöd muss man eigentlich sein, wenn man im Kino für einen Film Geld ausgibt, wenn man's im Fernsehen kostenlos sehen kann. Kurz: der Film ist wunderbar. Lang: Muss man nicht gesehen haben, aber man bereut es bestimmt nicht. Es gibt schon einige sehr gute Gags. Ich finde die verliebte Lisa so wunderbar. Großartig, wenn sie sich zunächst überlegt, was sie nun sagen könnte, um irgendwie attraktiv zu wirken, und im nächsten Moment die Besinnung verliert. Homer, der spirituelle Erfahrung bei einer Inuit - "erstaunliche Frau mit den großen Brüsten" - sammelt. Lisa, die sich über Homers Fehler aufregt und von March getröstet wird: "Lisa, Du bist eine Frau - Du kannst es ihm immer noch ein Leben lang vorhalten.". Arnold als Präsident, der entschlossene Entscheidungen demonstriert. Die NSA kann endlich mit ihrem belauschen von Privatgesprächen mal einen Fahnungserfolg verbuchen. Flanders, der die bessere Vaterfigur ist. Einer der Nachspann-Gags hat mir am besten gefallen. Burns und Smithers haben einiges eingebüßt, wie Smithers deutlich macht. Burns jovial: "Smithers, bisher habe ich ja nicht an Selbstmord geglaubt." Entsetzter Blick von Smithers, bevor Burns trocken fortsetzt: "Aber wenn Sie es mal versuchen würden... Vielleicht würde es mich aufheitern."
Unterhaltsam, lustig und ablenkend ist so ein Film. Dann kommt man in die Menschenmenge am Samstag Abend zurück. Das Partyvolk ist auf der Straße. Und mittendrin das wahre Leben. Eine Frau steht, mit so etwas wie einer Küchenschürze bekleidet, barfuß auf der Straße, spricht Passanten auf Kleingeld an. Ich stelle mich in einen Hauseingang und beobachte aus der Ferne. Sie sieht zunächst verwirrt aus (hat mich an meine Mutter erinnert), weiß aber offenbar, was sie tut und ist leidlich erfolgreich. Gelegentlich ein paar Pommes, die sie dann tatsächlich fast gierig verschlingt, mal eine Zigarette, etwas Kleingeld, ein Kind das zurückgeschickt wird und einen Lutscher bringt. Das selbe Kind, bringt mir später auch ein Bonbon, vielleicht hat Henning doch Recht und ich sollte an meiner Außenwirkung arbeiten. Mich fasziniert diese Frau, vielleicht Mitte zwanzig ein hübsches Gesicht, ihr Haar ist mit einer Spange nett hochgesteckt, eine freundliche Erscheinung, manische Ausbrüche erwartet man einfach, gab es aber nicht. Die blanken Füße auf dem Aspalt tiefschwarz an den Sohlen, mit kleinen Schürfwunden übersäht, einige kleine blaue Flecken. Man möchte eine Geschichte hinein interpretieren. Die meisten Leute ignorieren sie. Andere schauen zunächst erstaunt, dann entsetzt, schließlich empört und es ist ihnen anzusehen, wie sie an erzieherische Maßnahmen denken und die Staatsgewalt beschimpfen, die nie da ist, wenn man sie bräuchte (zum Erziehen). Mich überrascht die Ausdauer und Beharrlichkeit, mit der diese Frau diese Situation aufrecht erhält. Man möchte meinen, solche Energie könnte man geschickter einsetzen. Aber für sie sind die Leute drum herum die bunten Vögel. Die Situation ist nicht peinlich für sie, es sind die Anderen die das Unangenehme spüren. Ein wenig scheint sie ihre schockierende Präsenz zu genießen. Sie wirkt lebendiger als die Meisten, die passieren.
Unterhaltsam, lustig und ablenkend ist so ein Film. Dann kommt man in die Menschenmenge am Samstag Abend zurück. Das Partyvolk ist auf der Straße. Und mittendrin das wahre Leben. Eine Frau steht, mit so etwas wie einer Küchenschürze bekleidet, barfuß auf der Straße, spricht Passanten auf Kleingeld an. Ich stelle mich in einen Hauseingang und beobachte aus der Ferne. Sie sieht zunächst verwirrt aus (hat mich an meine Mutter erinnert), weiß aber offenbar, was sie tut und ist leidlich erfolgreich. Gelegentlich ein paar Pommes, die sie dann tatsächlich fast gierig verschlingt, mal eine Zigarette, etwas Kleingeld, ein Kind das zurückgeschickt wird und einen Lutscher bringt. Das selbe Kind, bringt mir später auch ein Bonbon, vielleicht hat Henning doch Recht und ich sollte an meiner Außenwirkung arbeiten. Mich fasziniert diese Frau, vielleicht Mitte zwanzig ein hübsches Gesicht, ihr Haar ist mit einer Spange nett hochgesteckt, eine freundliche Erscheinung, manische Ausbrüche erwartet man einfach, gab es aber nicht. Die blanken Füße auf dem Aspalt tiefschwarz an den Sohlen, mit kleinen Schürfwunden übersäht, einige kleine blaue Flecken. Man möchte eine Geschichte hinein interpretieren. Die meisten Leute ignorieren sie. Andere schauen zunächst erstaunt, dann entsetzt, schließlich empört und es ist ihnen anzusehen, wie sie an erzieherische Maßnahmen denken und die Staatsgewalt beschimpfen, die nie da ist, wenn man sie bräuchte (zum Erziehen). Mich überrascht die Ausdauer und Beharrlichkeit, mit der diese Frau diese Situation aufrecht erhält. Man möchte meinen, solche Energie könnte man geschickter einsetzen. Aber für sie sind die Leute drum herum die bunten Vögel. Die Situation ist nicht peinlich für sie, es sind die Anderen die das Unangenehme spüren. Ein wenig scheint sie ihre schockierende Präsenz zu genießen. Sie wirkt lebendiger als die Meisten, die passieren.
Sonntag, Juli 22, 2007
homo sapiens non urinat in ventum
Es ist schon erstaunlich wovor Menschen alles Angst haben können. Von allen Ängsten ist die schlimmste: zu wissen, was die anderen denken. Ja, das ist eine Angst. Menschen, die glauben zu wissen, was andere denken, haben Angst davor, was das bedeuten könnte. So wird die eigene Gedankenwelt in die Wahrnehmung hineinprojeziert. Manche Leute halten mich für klug. Ich weiß nicht warum. Ich kann diese Erwartung nur enttäuschen. Ich liefere selten Lösungen, die zu erwarten waren. Das kann nur enttäuschen. Ich finde das gar nicht schlimm. So ist das Leben: Du handelst. Ich bin wirklich bei mir selbst angekommen und muss meinen Freunden danken, die mir das ermöglicht haben. Das Leben wird unterschätzt. Gute Idee nicht in den Wind zu pissen.
Sonntag, Juli 15, 2007
Second Life
Ein zweites Leben, was für ein merkwürdiges Angebot. Aber in jedem Falle eine faszinierende Welt. Erstaunlich, wie die Menschen ihr Auftreten gestalten, wenn sie doch die Möglichkeit haben alles sein zu können (von einer Blume bis zur Phantasiegestalt). Erstaunlich, wie bedeutungslos das alles wirkt. Warum stehen Kleidung und Körpergestaltung nur so hoch im Kurs? Keine Frage, Denkblockade. Wir können nur sein, wie wir uns selber sehen. Da ist man kein Leibeigener mehr und wagt es nicht die Welt neu zu erfinden. Funny.
Eine ganz andere virtuelle Welt ist da doch die schizophräne Psychose meiner Mutter. Putzig, was sie erzählt, aber es wäre fatal sie nicht ernst zu nehmen. Spannend ist ihre Welt, stets von "denen" ist sie bedroht. Sie nennt sie Tschautschenkos Erben. "Die" fangen die Post ab. Zum Glück kennt die Krankenkasse alles von Ihr und hat einen Weg gefunden Ihr geheime Nachrichten zu übermitteln: das AOK Magazin. "Die" benutzten den Fernseher, um sie zu beobachten. Da ist sie inzwischen ziemlich sicher, früher konnte sie sich das nicht vorstellen, da hat sie sich noch gefragt: "Wie soll das denn gehen?" Aber sie hat ab und zu Grimasen vor dem Fernseher gezogen und tatsächlich haben die Leute im Fernsehen darauf reagiert. Da war eine Karnevalssitzung (dabei hatte der Karneval noch gar nicht angefangen) in der wurde ihre Wohnung beschrieben. Das haben auch die "Kölner" gesagt. Ja, die haben gleich gesagt "das ist sie doch!" Dabei kennen die sie gar nicht, aber der Papa habe ja mal da in der Nähe von Kerpen gearbeitet. Der Schornsteinfeger habe ihr von den Kerpenern erzählt... Stundenlang. Eine Assoziationskette nach der anderen. Wirr, aber für sie völlig konsistent. Es gibt viele Welten zu entdecken, jeder von uns lebt in seiner.
Ich weiß nicht, ob es nicht noch zu viel wird, meine Mutter bei mir leben zu lassen. Letztlich kann ich Ihr nicht wirklich helfen. Ihre letzten Tage sollten menschenwürdig verlaufen. Und dabei weigert sie sich zum Hausarzt zu gehen. Ich kann sie ja nicht zwingen, habe den Arzt dazu gebracht mir die nötigen Rezepte so zu geben. Sie konnte doch schlecht mit Diabetis unbehandelt bleiben. Situationen, wie ich sie hasse: was man tut oder nicht tut ist falsch. Ich bewundere die Haltung des Arztes: "Sie können halt niemanden zu seinem Glück zwingen". Gelassenheit ist im Moment sehr hilfreich, auch gegen die ständigen Vorwürfe und Beschuldigungen. Wie hat ein guter Freund neulich über das Leben gesagt: "Nichts zu gewinnen, Nichts zu verlieren". Wir wachsen jeden Tag.
Eine ganz andere virtuelle Welt ist da doch die schizophräne Psychose meiner Mutter. Putzig, was sie erzählt, aber es wäre fatal sie nicht ernst zu nehmen. Spannend ist ihre Welt, stets von "denen" ist sie bedroht. Sie nennt sie Tschautschenkos Erben. "Die" fangen die Post ab. Zum Glück kennt die Krankenkasse alles von Ihr und hat einen Weg gefunden Ihr geheime Nachrichten zu übermitteln: das AOK Magazin. "Die" benutzten den Fernseher, um sie zu beobachten. Da ist sie inzwischen ziemlich sicher, früher konnte sie sich das nicht vorstellen, da hat sie sich noch gefragt: "Wie soll das denn gehen?" Aber sie hat ab und zu Grimasen vor dem Fernseher gezogen und tatsächlich haben die Leute im Fernsehen darauf reagiert. Da war eine Karnevalssitzung (dabei hatte der Karneval noch gar nicht angefangen) in der wurde ihre Wohnung beschrieben. Das haben auch die "Kölner" gesagt. Ja, die haben gleich gesagt "das ist sie doch!" Dabei kennen die sie gar nicht, aber der Papa habe ja mal da in der Nähe von Kerpen gearbeitet. Der Schornsteinfeger habe ihr von den Kerpenern erzählt... Stundenlang. Eine Assoziationskette nach der anderen. Wirr, aber für sie völlig konsistent. Es gibt viele Welten zu entdecken, jeder von uns lebt in seiner.
Ich weiß nicht, ob es nicht noch zu viel wird, meine Mutter bei mir leben zu lassen. Letztlich kann ich Ihr nicht wirklich helfen. Ihre letzten Tage sollten menschenwürdig verlaufen. Und dabei weigert sie sich zum Hausarzt zu gehen. Ich kann sie ja nicht zwingen, habe den Arzt dazu gebracht mir die nötigen Rezepte so zu geben. Sie konnte doch schlecht mit Diabetis unbehandelt bleiben. Situationen, wie ich sie hasse: was man tut oder nicht tut ist falsch. Ich bewundere die Haltung des Arztes: "Sie können halt niemanden zu seinem Glück zwingen". Gelassenheit ist im Moment sehr hilfreich, auch gegen die ständigen Vorwürfe und Beschuldigungen. Wie hat ein guter Freund neulich über das Leben gesagt: "Nichts zu gewinnen, Nichts zu verlieren". Wir wachsen jeden Tag.
Samstag, Juli 14, 2007
Aufmerksamkeit
Erstaunlich, wieviel Aufmerksamkeit steuert. Ein Problem wird zum Problem. Eine Wahrnehmung wird zur Beobachtung. Kai ist jetzt völlig fasziniert von Spinnen. Ich lerne mit ihm. Und bin völlig begeistert. Ich habe das Gefühl, da sind viel mehr Spinnen um mich herum, und so viele verschiedene. Man beugt sich in den Sand und da sind Jadgspinnen, die Ameinsen verfolgen. Im Tor auf dem Bolzplatz, am Klettergerüst verschiedene Radspinnen. Im Kiesgelände, wo wir Skateboard üben jede Menge Arten von Trichterspinnen. Irre, vor ein paar Tagen war mir nicht klar, das es sich um verschiedene Arten handelt.
Aufmerksamkeit. Ist auch, wenn meine Mutter, meint der Postbote habe gerade ein Einschreiben gebracht, was sie auch lautstark aus dem Fenster in Erfahrung gebracht hat. Unwirklich daran ist nur, dass es sich um dem AWD Mitarbeiter gehandelt hat, der die Mülltonnen aus dem Hof zur Straße gezogen hat. Er hat wohl leichtsinnig, auf die Frage nach dem Einschreiben mit "Ja" geantwortet. Ich gerate nun in Erklärungsnot, weil der Briefkasten leer war.
Aufmerksamkeit. Ist auch, wenn meine Mutter, meint der Postbote habe gerade ein Einschreiben gebracht, was sie auch lautstark aus dem Fenster in Erfahrung gebracht hat. Unwirklich daran ist nur, dass es sich um dem AWD Mitarbeiter gehandelt hat, der die Mülltonnen aus dem Hof zur Straße gezogen hat. Er hat wohl leichtsinnig, auf die Frage nach dem Einschreiben mit "Ja" geantwortet. Ich gerate nun in Erklärungsnot, weil der Briefkasten leer war.
Donnerstag, Juli 05, 2007
Von der Einsamkeit der Selbstständigkeit
Fünf Jahre ist mein Sohn nun alt. Zeit selbstständig zu werden. Ich schicke ihn alleine mit einem Brief zum Briefkasten auf die andere Straßenseite. Er will es, aber er traut sich zunächst nicht richtig. Er will, dass ich aus dem Fenster guckend dabei bin, die Türen sollen offen bleiben. Nervös und mit Wohnungsschlüssel bewaffnet bricht er zögernd auf. "Na gut, ich versuche es" meint er, dann korrigiert er sich "Nein, ich mache es. Es gibt kein Versuchen." (Er ist ein großer Fan von Star Wars und kann Yoda's Lektionen teilweise rezitieren). Sich immer wieder vergewissernd, dass alle Rahmenbedingungen unter Kontrolle sind, immer wieder zurückkehrend, die Straße an der Ampel nervös überquerend, heftig zum Fenster winkend, wird der Brief am Ende doch in den Briefkasten eingeworfen. Kai kommt gut gelaunt zurück. Es ist geglückt. Ich lobe ihn, er freut sich und fragt, ob ich nicht noch einen Brief hätte. Nun, das läßt sich arrangieren, er könne ja ein Bild malen und der Mama per Brief schicken. Ein Todesstern wird gemalt, wie er gerade den Pluto zerstört - malerisch vor dem Hintergrund einer Spiralgalaxis (sieht eigentlich mehr wie eine Schnecke aus). Als ich ihm versuche zu erklären, dass es auch Kugelgalaxien gibt, malt er meine Erklärung: eine Anhäufung von Kugeln. Ich versuche meine schlechte Erklärung zu verbessern, da werden die Kugeln zu Blättern einer Blume bunt angemalt. Ein nettes Bild. Ich schreibe ein paar erläuternde Sätze für die Mama auf die Rückseite, beschrifte und frankiere den Brief und der nächste Gang zum Briefkasten kann starten. Eine Leichtigkeit fast schon Selbstverständlichkeit. Stolz wie Oskar kommt Kai zurück. Ein paar Minuten später erklärt er mir, er wolle nun alleine spazieren gehen. Ich habe nichts dagegen. Er bricht gut gelaunt auf, kehrt nach etwa zwei Minuten zurück, nur um mir zu sagen, dass er mir nur sagen wollte, er will noch weiter spazieren gehen. Das wiederholt sich einige Male. Aus dem Fenster schaue ich ihm am Anfang noch zu, wie er die zehn Meter bis zur Häuserecke geht, anfangs voller Elan, dann immer zögerlicher, schließlich kehrt er wieder um. Es ist einsam, wenn man seinen eigenen Weg gehen will. Man kann es in seinem Gesicht ablesen und er hat Recht.
Mittwoch, Juni 27, 2007
Da denkt sich nichts böses, sitzt auf einer Parkbank, wartet auf das Ende von Kai's Malunterricht und blättert in neu erworbenen Noten. Da läuft einem ein alter Kollege über den Weg, der dort Boule spielen will. RABE, wo warst Du so lange? Eine schöne Begegnung. Ich habe gerade an diesen Kollegen in letzter Zeit öfter gedacht. Genau genommen habe ich an viele alte Bekannte gedacht. Daran ist Xing (www.xing.com) schuld, wo mir auch bereits viele Bekannte begegnet sind. Mit diesen kommen die Erinnerungen, vergessenes und verdrängtes wird wieder lebendig. So besteht das Leben wohl doch nicht nur aus dem Heute.
Montag, Juni 25, 2007
Erinnerungen an Las Vegas
Ocean's 13 ist ein richtig guter Film. Wenige Tage nachdem ich in Vegas war, kommen die Urlaubserinnerungen durch. Ist schon toll, wie das Hotel dort hineinkopiert wurde. Wenn ich die Stelle nicht vor kurzem selber gesehen hätte, würde ich nicht an einen Tick im Film glauben.
Der Geburtstag meines Gefährten in Vegas verstärkt diese Erinnerungen sogar. Plötzlich bleibt die Zeit stehen und man schwelgt. Ein Anruf von einem magdeburger Krankenhaus, erinnert an die Wirklichkeit: meine Mutter liegt im Sterben. Meine Gefühle kann ich nicht sortieren. Zufällig habe ich die nächsten drei Wochen frei, ich wollte die Sommerferienzeit des Kindergartens mit Kai verbringen. Wir werden jetzt wohl eine kleine Reise nach Magdeburg machen. Qun erzählt mir bei der Übergabe von Kai, Details über den neuen, der jetzt Eric heißt. Ich sollte mich freuen und sonst nichts empfinden. Bei meiner Mutter sollte ich traurig sein und mich nicht an zu viel erinnern. Beides gelingt mir nicht. Die zweite Ehe meiner Schwester scheitert wohl auch gerade. Trotzdem schaut sie zuversichtlich in die Zukunft. Freut sich morgens noch aufzusthen. Versteh ich nicht. Ab heute ist Kai bei mir, da macht es Spaß zu sein und zu spielen. Staunend vor den Ereignissen des Lebens stehen, mit Begeisterung und ohne Trauer und Bedauern.
Der Geburtstag meines Gefährten in Vegas verstärkt diese Erinnerungen sogar. Plötzlich bleibt die Zeit stehen und man schwelgt. Ein Anruf von einem magdeburger Krankenhaus, erinnert an die Wirklichkeit: meine Mutter liegt im Sterben. Meine Gefühle kann ich nicht sortieren. Zufällig habe ich die nächsten drei Wochen frei, ich wollte die Sommerferienzeit des Kindergartens mit Kai verbringen. Wir werden jetzt wohl eine kleine Reise nach Magdeburg machen. Qun erzählt mir bei der Übergabe von Kai, Details über den neuen, der jetzt Eric heißt. Ich sollte mich freuen und sonst nichts empfinden. Bei meiner Mutter sollte ich traurig sein und mich nicht an zu viel erinnern. Beides gelingt mir nicht. Die zweite Ehe meiner Schwester scheitert wohl auch gerade. Trotzdem schaut sie zuversichtlich in die Zukunft. Freut sich morgens noch aufzusthen. Versteh ich nicht. Ab heute ist Kai bei mir, da macht es Spaß zu sein und zu spielen. Staunend vor den Ereignissen des Lebens stehen, mit Begeisterung und ohne Trauer und Bedauern.
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