Mittwoch, Juni 27, 2007

Xing

Da denkt sich nichts böses, sitzt auf einer Parkbank, wartet auf das Ende von Kai's Malunterricht und blättert in neu erworbenen Noten. Da läuft einem ein alter Kollege über den Weg, der dort Boule spielen will. RABE, wo warst Du so lange? Eine schöne Begegnung. Ich habe gerade an diesen Kollegen in letzter Zeit öfter gedacht. Genau genommen habe ich an viele alte Bekannte gedacht. Daran ist Xing (www.xing.com) schuld, wo mir auch bereits viele Bekannte begegnet sind. Mit diesen kommen die Erinnerungen, vergessenes und verdrängtes wird wieder lebendig. So besteht das Leben wohl doch nicht nur aus dem Heute.

Montag, Juni 25, 2007

Erinnerungen an Las Vegas

Ocean's 13 ist ein richtig guter Film. Wenige Tage nachdem ich in Vegas war, kommen die Urlaubserinnerungen durch. Ist schon toll, wie das Hotel dort hineinkopiert wurde. Wenn ich die Stelle nicht vor kurzem selber gesehen hätte, würde ich nicht an einen Tick im Film glauben.
Der Geburtstag meines Gefährten in Vegas verstärkt diese Erinnerungen sogar. Plötzlich bleibt die Zeit stehen und man schwelgt. Ein Anruf von einem magdeburger Krankenhaus, erinnert an die Wirklichkeit: meine Mutter liegt im Sterben. Meine Gefühle kann ich nicht sortieren. Zufällig habe ich die nächsten drei Wochen frei, ich wollte die Sommerferienzeit des Kindergartens mit Kai verbringen. Wir werden jetzt wohl eine kleine Reise nach Magdeburg machen. Qun erzählt mir bei der Übergabe von Kai, Details über den neuen, der jetzt Eric heißt. Ich sollte mich freuen und sonst nichts empfinden. Bei meiner Mutter sollte ich traurig sein und mich nicht an zu viel erinnern. Beides gelingt mir nicht. Die zweite Ehe meiner Schwester scheitert wohl auch gerade. Trotzdem schaut sie zuversichtlich in die Zukunft. Freut sich morgens noch aufzusthen. Versteh ich nicht. Ab heute ist Kai bei mir, da macht es Spaß zu sein und zu spielen. Staunend vor den Ereignissen des Lebens stehen, mit Begeisterung und ohne Trauer und Bedauern.

Mittwoch, Juni 20, 2007

Steinmann & Loos

Es macht Spaß das Gitarrenduo Steinmann und Loos zu hören und zu sehen. Beide spielen großartig. Vor allem spielen sie großartig zusammen. Hier und da merkt man mehr an ihren Reaktionen, als am akutischen Genuß, dass etwas nicht ganz nach Plan verläuft. Ein abgebrochener Nagel kann passieren, war aber faktisch im Spiel kaum zu bemerken. Das freche Grinsen von Steinman, war fast schon arrogant. Aber eine Art von gerechtfertigter Arroganz. Der Klang des Ruhrpotts aus seiner Stimme, wirkt in Köln dann wieder sehr charmant. Und die Ansagen waren gekonnt. Der Wunsch nach einem Kölch ist hier gut verständlich. Ein toller Sommerabend. Ein Dank an Vietmann für seine Hauskonzerte. (Nein, falls Ihr danach gegoogled habt: kein House-Konzert)

Sonntag, Mai 27, 2007

Aufhören zu denken

Ich bin im Denken so schlecht geworden, dass ich erwäge es ganz aufzuhören. Ja, so ein Schachabend hat Auswirkungen. Dann liest man in Telopolis, das Benedikt XVI. das wohl auch so hält: Er preist die Südamerikaner, die so "freiwillig" zum Christentum gefunden haben. Als Naturwissenschaftler finde ich, dass hatte mehr mit Selektion zu tun. So viele Meldungen fallen in dieses Schema. Aber es erfüllt mich schon mit einem gewissen Stolz als Nicht-Denker zum Vor-Denker zu werden. Toll wenn die ganze Welt nicht denken will, wozu sollte sie auch?
Leider kommt man vom einmal Angewöhnten nicht so recht los, selbst wenn es nicht gut gelingt. Man darf nur nicht denken, es sei mehr als ein Zeitvertreib.

Montag, Mai 21, 2007

Viva Las Vegas

Wie hat die Frau im Flieger nach Las Vegas vor zwei Wochen gemeint: "you wont sleep in Vegas anyway". Vegas ist definitiv einer der Orte, die man mal gesehen haben sollte. Ein anderes Amerika - naja, nicht so wirklich. Alles materialisiert als Schein und werbendes Versprechen. Erfüllung gibt es nicht. So sieht man am Boulevard of broken dreams schon mal Tränen und Bettler. Einen Moment lang meinte ich, wie leben alle in Vegas. Aber die Stadt der Promo-Superlative wäre anderswo einfach zu unreal. Hier ist jedes Casino das größte, jeder Comedian der beste des Jahres, jede Show einzigartig. Selbst Sin-City ist nur ein leeres Promo-Versprechen, was hier als Sünde verkauft wird, läuft bei uns Abends im Fernsehprogramm. Im prüden Amerika, gibt es keinen öffentlich wahrnehmbare Sexualität. Eine geschlechtslose Gesellschaft? Wohl kaum. Aber eine Glitzerwelt, das Versprechen auf leichtes Geld und der unstillbare Wunsch nach Erfolg treibt die Stadt an und die Leute durch die Straßen. Versprochen wird, was gewünscht wird. Sucker und Looser sind leise, Gewinner zelebrieren den Erfolg. Die neuen Casinos sind gewaltig beeindruckend. Wären als einzelnes in eine beliebige andere Stadt verfrachtet eine riesen Attraktion. Nach ein paar Tagen, erscheint einem aber jedes weitere Casino fast langweilig. Die Shows sind unglaublich professioniell, die Preise atemberaubend. Die Blueman Show sollte man gesehen haben, ein Meisterwerk in Hinsicht auf Massenpsychologie. Die Achterbahn im New York, New York ist der absolute Hammer (Brille abnehmen).

Sonntag, Mai 06, 2007

John Lee Hooker Jr.

Ja, das war schon ein ganz besonderes Konzert. Irgendwie ungewöhnlich in der Leverkusen-Opladener Stadthalle zu stehen und vom Künstler wie in einer Weltstadt begrüßt zu werden. Die Blues Guitar Woman waren auch großartig, die haben den Saal zum kochen gebracht. John Lee ist schon irgendwie abgefahren, aber es funktioniert. Er hat sich Zeit genommen. Er hat Spaß verbreitet. Er hat das Publikum mitsingen lassen und war wohl etwas überrascht, als das "Yeah" dann vom den Deutschen klang wie ein Kampfschrei. Es hat Spaß gemacht.
Es ist wunderbar, wenn der Ort an dem man ist, der Ort ist, an dem man sein möchte.

Samstag, April 14, 2007

Don't be perfect, just be worth it.

Gestern abend gab es die Scissor Sisters im Palladium. Zwei special guests sollten die Wartezeit am Anfang etwas verkürzen. Dem ersten gelang das mit seiner one-man show problemlos. Der Titel "Don't be perfect, just be worth it." geht mir immer noch im Ohr rum. Dem zweiten Gast mit seinen Musikkonserven überhaupt nicht, die Stimmung war nicht nach Club um drei. Die Stimmung kühlte deutlich ab, das Publikum wurde ungeduldig. Vielleicht lag es auch daran, dass nicht ganz klar war was da passiert. Der DJ auf der Bühne war irgendwie nur ein Pausenclown. Am Anfang sah es aus, als ob es fast ohne Umbau direkt weitergehen könnte. Die Zeit zog sich aber endlos. Es war voll. Und nun kamen die letzten Nachzügler und wollten sich direkt vor mich stellen. Dabei steht da doch traditionell die Basketballmanschaft. Interessant war das Mädel, dass sich von hinten an mich ran gedrückt hat. Mich hat begeistert, dass danach mein Portemonnaie noch da war. Vielleicht ist sich aber verschwunden, als sie gemerkt hat, dass ich es festhalte. Dann ging es los. Ein paar klassische Rock'n Roll Stücke und so langsam wurde die Stimmung wieder angenehmer. Die Akustik hat mir nicht gefallen, die Instumente vermischten sich zu einem Musikbrei. Angenehm war, dass es nicht unerträglich laut war. Obwohl die Bässe schon eine Herzmassage sind. Das Publikum war vom Alter her ziemlich bunt gemischt von 9 bis 60 war wohl alles dabei. Verständlicherweise viel ostentative Homosexualität. Die Show war furious. Der Start war etwas mühsam, weil die Stimmung erst wieder aufgebaut werden musste. Spätestens als dann die Sängerin mit wunderbar englischem Akzent ihren Lieblingssatz in der deutschen Sprach verkündete ("Spritz' mir auf die Titten"), war die Party in gang. Ich musste an diesem Abend oft an Zappa denken. Sie versprach noch, dass sie die Stimmung etwas heben würden. Das gelang auch völlig problemlos. Der Sänger war großartig. Als er seinen Oberkörper entblößte, kochte der Saal. Ob ich mir auch mit ein paar Extrastunden ein Sixpack antrainieren sollte? Es gab viele Höhepunkte und ziemlich abwechslungsreiche Musik. Es war gar nicht schwer sich mitreißen zu lassen. "Comfortably Numb" fand ich nicht so beeindruckend, aber alles andere war toll. Als die Sisters abtraten, mußte das Publikum leider eine Ewigkeit auf ein Zugabe warten. Die ersten hatten schon aufgegeben. Ich glaube, was die Steuerung der Stimmung betrifft, können die Scissors noch besser werden. Am Ende waren alle froh, als mit der Abend dann mit "I don't feel like dancing" beendet war. Ein schöner Abend und ich freue mich darauf, dass das Klingeln im Ohr wieder aufhört.

Montag, April 09, 2007

Lustig

Na gut, dann mal was lustiges. Was ist mir in den letzten Tagen an lustigen Dingen widerfahren? Kai war zu besuch, wir haben Ostereier gesucht und Fussball gespielt. Das hat Spass gemacht. Ich kann seit fast drei Monaten fast keine Gitarre mehr üben. Mein linkes Handgelenk ist wohl überlastet, so dass ich zwischenzeitlich nicht greifen konnte. Der Vorteil, jetzt konzentriere ich mich auf das Notenlesen. Ich übe Musik ohne Gitarre. Das ist ganz lustig. Ein Kollege hat gefragt, was ich mit der Hand denn gemacht hätte. Ich antwortete, dass ich wohl schon zu lange ohne Frau sei. Als er anmerkt, dass das Niveau unserer Unterhaltung etwas sinkt, ergänze ich dann: "Zu viel Zeit zum Gitarre spielen". Außerdem bin ich rechtshändig.
Meine Ex hat mir einen meiner Nachfolger vorgestellt (was für eine Marke: Glatze, groß, dicker Bauch, scheint nicht sehr helle zu sein). Jetzt ist mir klar, wie wenig ich Ihr Typ war. Ja, das ist witzig. Qun hat mir die Unterlagen zu dem Haus gezeigt, dass sie sich nun leisten kann. Das ist amüsant. Da die Wohnung bis jetzt noch nicht verkauft wurde, soll ich das nun in die Hand nehmen. Was mich betrifft, bin ich auch mit einer Zwangsversteigerung zufrieden. Das ist witzig. Mit Ihrem Neuen, ist sie Motorrad gefahren. Sie hat mir vorgeschwärmt, wie sehr sie das genossen hat. Als wir noch zusammen waren hat, sie mir verboten Motorrad zu fahren, als Familienvater sei das zu gefährlich. Es ist schön zu sehen, dass sich Sinne doch wandeln können. Plötzlich wird das, was uns getrennt hat, annihiliert. Getrennt durch "Nichts". Ja, das ist witzig. Das Leben lächelt mich an und ich bin glücklich.

Am Wochenende habe ich Kai aus der Geschichte von Odysseus erzählt (von Polyphem und von Kirke). Ihm gefällt das Abenteuer mit dem Kyklopen sehr. Die Geschichte von Kirke finde ich wiederum besser, weil überraschend lebensnah. Kirke verwandelt einen Teil von Odysseus Männern durch ein Gelage zu Schweinen (ist das wirklich Zauberei?). Schließlich muss Odysseus die Hexe Kirke auf die Knie zwingen und mit dem Tod bedrohen, bis sie verspricht von ihrem Tun abzulassen. Anschließend hat die ganze Besatzung noch ein schönes Jahr bei Kirke. Tja, wenn Du zum Weibe gehst...
Ein bekannter griechischer Philosoph hat mal gesagt: "Die Frauen für die Kinder, die Jünglinge für die Liebe, die Ziegen für die Lust". Wie komme ich jetzt nur darauf? Egal, ist lustig.

Ich bin ja froh über jeden Kommentar, damit wird dieses Blog von der reinen Selbstbefriedigung zu einem Denkanstoß erhoben. Das finde ich cool. Das ich nicht jeden zufrieden stellen kann, kümmert mich eigentlich nicht so sehr. Wer ernsthaft andere Ansichten vertreten möchte, soll das gerne tun. Ich diskutiere gerne, vielleicht findet man eine gemeinsame Basis, einen gemeinsamen Nenner. Der Versuch mich mit "erzieherischen Maßnahmen" zu regulieren, irritiert mich. Da muss ich wohl mal konstatieren: Ich bin nicht mehr erziehbar.

Was ich hier schreibe ist das, was mich bewegt. Es ist nicht objektiv, es ist nicht unbedingt rational. Vielleicht ist es pathetisch (obwohl ich es selber nicht so empfinde). Sicher ist es besserwisserisch. Es ist auch stark selektiert und verkürzt, dadurch vermutlich im Allgemeinen auch unverständlich. Letztlich ist es ein Denkanstoß. Ich habe gelernt: Dinge werden erst zu lösbaren Problemen, wenn man darüber nachdenkt. (Der Satz ist so mehrdeutig, das mir fast schwindlig wird). So kann man doch von den anderen etwas lernen - Lösungen helfen nichts, wenn man das Problem nicht sieht.

Mittwoch, März 28, 2007

Das Wesen der Liebe

Was ist das Wesen der Liebe? Sexualität? Wohl kaum. Körperkontakte, wie Händedruck oder ein Kuß oder Geschlechtsverkehr bedeuten nichts. Trotzdem sind sie ein Symbol. Sie können etwas über eine Beziehung aussagen. Ein Händedruck kann tiefe Freundschaft ausdrücken. Ein Kuss die Bereitschaft zur Liebe. Ein Geschlechtsakt kann Liebe bedeuten. Alles Aussagen über eine Beziehung, die unabhängig von diesen Gesten existiert, deren Eigenschaften unabhängig von solchen Gesten sind. Das Symbol kann leicht vorgetäuscht werden. Das wird es auch, denn diese Gesten verschaffen Befriedigung (und nicht die Beziehung selbst). Täuschung bringt Gewinn. Also bedeutet weder das Symbol noch das nicht-Symbol eine Aussage über die Beziehung.
Dein Gefühl existiert nur in Dir. Es gibt keine Freundschaft, Liebe und Verbundenheit außerhalb von Dir selbst (das an der Illusion leidet zu sein und Gefühle zu haben). Offenbar sollte man den Gesten misstrauen und kann sich nur selber vertrauen. Letztlich muss man aber dem Partner doch vertrauen. So ist das Vertrauen die Basis für jede Beziehung. Und wenn Du wählst, den Symbolen nicht mehr zu glauben, erfreue Dich besser am alleine sein.
Das wunderbare Gefühl des verliebt-seins, des sich aufgeben wollens, des Alles für den Anderen tun-wollens, des bedingungslosen hingebens - dieses Gefühl kann aber letztlich nur gelingen, wenn Du bei Dir selber bist und bleibst.
Bei Dir selber zu bleiben und auch mit dem Anderen, das ist die wahre Kunst der Liebe. Das ist das Wesen der Liebe. Selbstaufgabe macht unfähig zu lieben. Wenn nichts mehr liebenswert erscheint, bleibt nichts.

Dienstag, März 27, 2007

Madana und drei Wünsche

Er wacht mitten in der Nacht auf, ruft mich zu sich. "Papa, im Weltraum kann man doch nur schlecht atmen, oder?", fragt er verwirrt und etwas schlaftrunken. Ich frage mich, wie lange es noch dauert, bis wir die Höhenformel diskutieren.

Wir haben Ostereier gefärbt und dekoriert. Kai wundert sich, dass diese Eier offenbar nicht vom Osterhasen versteckt werden. Dann bittet er mich, ganz viele Ostereier zu verstecken, die er dann suchen kann. Ich schlage vor, wir sollten dem Osterhasen Eier bereit stellen. Wenn er etwas bekommt, gibt er vielleicht mehr. Kai bemüht sich darauf hin die Eier besonders witzig zu gestalten. Damit der Osterhase lachen muss und sich freut. Er gibt dann bestimmt noch mehr. Kai ist ein Menschenkenner.

Zur guten Nacht erzähle ich meinem Sohn Geschichten aus der indischen Mythologie. Wie Vishnu als Krishna seine Jugend verbringt und die Dämonen besiegt, die ihm Kamsa geschickt hat. Kai ist begeistert vom Sieg über Kaliya und wie Krishna den Berg Govardhana als Regenschirm eine Woche lang über sich und seine Freunde hält. "Der ist stark!", staunt Kai. Ich finde ja viel spannender, wie Krishna die Nutzlosigkeit der Opfer an Indra argumentiert: "Die Ernte wird doch durch die früheren Handlungen bestimmt. Was nutzt die Verehrung Indras, wenn er nicht jene Handlungen ungeschehen machen kann und Lenker der Handlungen ist? Wenn sein Wirken nur von dem Tun und Wirken der Menschen abhängt, ist auch er nur ein Diener".

Schön finde ich auch die Geschichte, in der Shiva dazu gebracht werden soll sich in Uma (wieder) zu verlieben. Der Liebespfeil von Madana soll ihn dazu bewegen. Ein gewagtes unterfangen, da diese Pfeile bei Göttern eigentlich nicht wirken könnnen. Madanas Gattin Rati (=Begehren) und der treue Freund Frühling begleiten ihn. Sie treffen Shiva meditierend an, eine gute Gelegenheit, aber er öffnet sein drittes alles durchschauendes Auge und der Liebesgott wird in einen Haufen Asche verwandelt. Rati ist untröstlich und will auch sterben, aber Indra tröstet sie, ihr Mann werde von Shiva wieder ins Leben gerufen, wenn Shiva endlich Uma doch noch heirate. Das geschieht auch, aber der Körper ist vernichtet worden. Seitdem wandelt die Liebe unsichtbar unter den Menschen und Göttern.

Kai trägt einen kleinen Schlüsselring als Daumenring und erklärt mir dazu "Das ist ein Wunschring. Wenn ich ihn drehe und mir etwas wünsche, geht der Wunsch in Erfüllung". "Ist ja toll.", sage ich etwas skeptisch. "Papa. Und das Beste ist, ich kann auch Deine Wünsche erfüllen. Ich zeige es Dir. Was wünschst Du Dir am meisten?". "Hmm, ich wünsche mir mehr Zeit mit Dir verbringen zu dürfen.", das war einfach. Kai murmelt meinen Wunsch, während er konzentriert den Ring dreht. "O.K., Dein Wunsch ist erfüllt. Was wünschst Du Dir noch?" . Ich zögere, was gibt es denn noch? "Eine nette Frau." "So wie Mama?" "Ja ganz genau, sie müßte nur nett sein." Kai murmelt wieder den Ring drehend. "Was noch?" "Ich wüßte nichts, mein Sohn." "Echt nicht?", fragt er erstaunt. "Vielleicht Geld?" "Nein, mein Sohn, mehr Geld könnte mich nicht glücklicher machen." "Wie wäre es mit Gesundheit?" fragt er leicht hustend, die Erkältung der letzten Tage ist fast überstanden. "Ja, Gesundheit ist gut. Gesund sein ist immer gut." Ich mache mir eine Gedankennotiz am Montag Sport zu machen. "Dein Wunsch ist erfüllt", meint Kai.

Donnerstag, März 22, 2007

Schneefall

Ich finde, Schneefall vermittelt ein ganz besonderes Gefühl von Raum und Zeit. Ein Bisschen ist es, als ob die Zeit steht, oder besser stehend verläuft. Ein weißer flaumiger Teppich bedeckt alle Dinge und Taucht die Welt in ein farbloses Weiss in vielen Grautönen. Der Schall erlischt und Ruhe kehrt ein. Die Welt ist verzaubert. Schnee im Frühling. Die Kirschen blühen. Die Narzissen stechen durch die Schneedecke. Die Waldveilchen werden zugedeckt. Ob sie sanft erdrückt wurden?
Wenn der Schnee am Nachmittag wieder geschmolzen ist, wird man sehen, die Welt ist wieder im alten Zustand. Die lärmende Hektik ist wieder zurück.

Tags fallen die Kirschblüten. Nachts kann man am wolkenfreien Himmel sogar in der Stadt schöne Konstellationen sehen. Menschen erzählen mir, die Sterne bestimmten ihr Leben. Die Sterne bestimmten das eigene Schicksal unvermeidlich. Ein Mensch, der Dich gehaßt hat, beginnt wieder neu und ist offen für Dich. Ein neuer Bekannter will Dich nicht mehr kennen. In der Mitte siehst Du Dich selber. Dort wo Du bist ist Deine Mitte. Dann wundere ich mich, schau in Deine Hände, schau um Dich herum. Dein Schicksal ist nah, die Sterne so fern. In einem Jahr stehen die Sterne fast gleich, während Dein Leben längst völlig verändert ist.

Dienstag, März 13, 2007

Gute Laune

Ein Arbeitskollege fragte mich, wieso ich in der letzten Zeit so ausgeglichen und entspannt wirke. Ich war verblüfft. Mir muss da etwas entgangen sein. Naja, wenn man alles, was einem wichtig ist aufgegeben hat und trotzdem alles was einen umgibt wichtig ist - wie kann man da unzufrieden sein? Es fehlt nichts, oder? Mist, jetzt wo ich darüber nachdenke, werde ich doch ein wenig unzufrieden.
Mir fällt eine Aussage ein, die kürzlich eine Schlagzeile wert war: "Frauen suchen keine guten Liebhaber, sie suchen Männer, die beruflich erfolgreich sind". Big deal. War mir längst klar. Frauen suchen keinen Sex und keine Liebe, sie wollen Geld und ein bequemes Leben. Jeden Monat überlege ich, ob ich auf die Unterhaltsüberweisung mal in den Verwendungszweck schreiben sollte: "Für geleistete Hurendienste". Dann fällt mir auf, es ist ungerecht. Unrecht gegenüber den Damen, die ihr Geld mit harter körperlicher Arbeit selbst verdienen.
Mein Kollege hat vielleicht in anderer Hinsicht recht. Die Arbeit ist nicht mehr so wichtig, ich weiß ja, für wen ich arbeite.

Freitag, März 09, 2007

RIP

Von Menschen Abschied zu nehmen fällt manchmal schwer. Warum? Weil es Weh tut. Weil man festhalten möchte, was entweicht. Weil man die Realität nicht wahr haben möchte. Dabei könnten dieses die wirklich lehrreichen Momente sein. Ein Freund ist heute gestorben. Es erinnert Dich selbst daran: Du stirbst auch bald. Niemand kann dem Vergehen entweichen. Niemand kann an den Dingen festhalten. Es gibt Konsequenzen, die unvermeidbar sind. Was Du getan hast zeigt Wirkung. Du leidest, weil Du diese Realität nicht wahr haben möchtest, weil Du festhalten möchtest, nicht loslassen kannst, lieber träumst und bereust. Unsterblich möchtest Du sein. Unveränderlich möchtest Du die Welt wissen. Das Gute soll für immer bestehen. Aus der Ferne klingt Deine Gitarre, aber Du kannst die Melodien nicht ewig im Sein halten. Sie sind vergangen, bevor Du sie wahr genommen hast. Und so ist das Wahre und Schöne: Es ist jetzt. Und so ist das Übel: Lediglich Deine Weigerung die Realität zu akzeptieren. Werde endlich wach! Genieße das Gewesene, das Kommende und das Jetzt. Laß die Toten ruhen. Ein Freund wird er immer bleiben. Was er getan hat, zeigt Wirkung.

Montag, Februar 26, 2007

Ein Lächeln im Schlaf

Ein kleiner Kuß auf seine Wangen, wenn er schläft, zaubert ein Lächeln in sein Gesicht.

"Papa, Du hast den unsichtbaren Wickinger übersehen, als Du mich mit dem Drachen angegriffen hast." "Wie hätte ich den wohl sehen können?". "Schau, hier steht er". "Ok, aber er ist doch unsichtbar". "Ja, Papa, weißt Du - unsichtbare sehen doch alle gleich aus".
Hmm, eine Aussage über eine leere Menge ist sicher immer wahr, jedenfalls nicht widerlegbar. Und wenn nun zwei verschiedene Elemente enthalten sind, ist die gemeinsame Eigenschaft "unsichtbar zu sein" eine, die das Aussehen beschreibt. Ja, das Aussehen ist gleich, mein Sohn.

Sonntag, Februar 18, 2007

T.N.G.O.G.

Schach spielend habe ich den gestrigen Abend mit einem Freund verbracht. Aus der Kneipe gegenüber dröhnt die Karnevalsmusik bis spät in die Nacht. Wir haben uns den Spass gemacht auch dort mal hineinzuschauen. Mein Freund meint, es sei wie Karneval im Altenheim. Dabei sind wir gar nicht die Jüngsten. Mist, jetzt komme ich mir wieder so alt vor. Seit über einem Jahr wohne ich hier und lerne erst jetzt die Nachbarschaft kennen. Gar nicht so schlimm, wie ich dachte.

Noch zwei Tage bis Aschermittwoch. Und mancher ist froh, dass dann alles vorbei ist. Mancher wünschte sich es wäre nie etwas passiert. Vielleicht auch Erdinc H. Würde mich nicht überraschen, wenn wir uns im Bus schon gegenüber gesessen hätten. Wir sind ja räumlich auch fast Nachbarn. Jungs, die sich "New Generation Gangster" nennen. Aber das ist kein Karneval. Für fünfzig Euro einen Menschen zum Krüppel oder in den Tod zu schlagen, ist wohl eine besondere Leistung der "New Generation". Ihr seid die Helden Eurer Zeit, genießt Euren Ruhm. Jetzt bin ich sicher in den AGB's der KVB sollte doch der nötige Selbstverteidigungskurs erwähnt werden. Die Riffle Ass. würde natürlich argumentieren, dass sich Waldemar mit einer Waffe hätte schützen können. Aber das schwierige an Gewalt ist, dass man sie mit Gewalt nicht besiegen kann. Mit viel Macht, kann man die Gewalttätigen vielleicht vernichten, aber Unrecht läßt sich so kaum aus der Welt schaffen - im Gegenteil, man vermehrt es. Und schafft damit neuen Anlass zur Gewalt. Aber damit ist man am wesentlichen Punkt: was ist eigentlich der Anlass zu Gewalt? Ohne die genaue Situation und Hintergründe zu kennen, vermute ich mal die Jungs waren zum Überleben nicht wirklich auf die fünfzig Euro angewiesen. Ich vermute mal weiterhin, für sie war es wichtiger stark zu sein und Macht zu haben. Die Macht andere zu zwingen, um das eigene Ego aufzuwerten. Hier könnten Psychiater oder gute Freunde Gewalt viel besser verhindern (als Staatsgewalt). Zu spät für Waldemar, aber seine Mutter hat Recht: "Durch Rache schafft man doch auch nichts aus der Welt“.

Samstag, Februar 17, 2007

Babel

Das schöne an Köln ist, dass man losgehen kann um in den Trubel zu stürzen und ankommt in einem Programmkino. Der Film "Babel" lief und ich konnte nicht widerstehen. Ein netter Film, gut erzählt, perfekte Bilder und Bildsprache. Die zwei Stunden hat man nicht gemerkt. Andererseits habe ich auch nicht das Gefühl eine besonders komplizierte, bemerkenswerte oder aufregende Geschichte verfolgt zu haben. Ich tue dem brillianten mexikanischen Regiseur Alejandro González Iñárritu vielleicht unrecht, wenn ich die Geschichte als banal bezeichne. Aber ich meine es positiv. Wenn man die Augen öffnet sieht man ähnliche Geschichten überall um sich herum, sie sind alltäglich. Die Stärke des Films besteht darin, genau hier noch Akzente zu finden. Das Paar, dass sich verloren hat - das sind bitter bekannte Tränen. Die Haushälterin, die zuviel verliert, weil sie die schutzbefohlenen Kinder einfach zur Hochzeit ihres Sohnes mitnimmt. Chieko, das japanische taub-stumme Mädchen, dass nicht ins Leben findet (Nein, hier kommt jetzt kein persönlicher Kommentar zu Asiatinnen). Zwei marrokanische Kinder, denen der Vater zum Schutz der Ziegenherde ein Gewehr anvertraut. Ich verstehe den Kritiker nicht, der meinte dies sei ein Drama der Globalisierung. Als ob erst neulich Menschen in der ganzen Welt lebten und über eine Geschichte verbunden sind. Was mir aber auffällt ist, dass es sich um einen der wenigen Filme aus Hollywood (naja, ist das schon Hollywood-Kino?) ist, in denen die arabische Welt nicht als Feind dargestellt wird (obwohl das Feindbild schon benutzt und gebraucht wird) . Die amerikanische Haltung wirkt aber eher peinlich eskalierend. - Wie gesagt banal, höchstens für Amerikaner überraschend.

Als ich um kurz vor Mitternacht das Kino verlasse, trete ich wieder in den Trubel des Karneval. Die Strasse ist gesperrt. Es ist das El Dorado für Flaschenpfandsammler und die Hölle für diejenigen, die heute Nacht noch die Scherben wegfegen müssen. Ich wundere mich über die vielen Sprachen, die hier im "Kwatier Lateng" inzwischen bei den Feiernden gesprochen werden. Auch das ist schön an Köln: Man muss kein Kölsch sprechen.

Dann geht es vorbei an der Herz-Jesu-Kirche und die Typen pinkeln echt gegen die Kirche. Ich bin fassungslos. Da sind sogar Frauen, die hocken und eine Pfütze hinterlassen. Also, wenn es gegen die Kirche als Institution geht, bin ich vielleicht ja noch dabei, vielleicht Scheiß ich auch darauf - aber dieses Gebäude. Wo Menschen mit Leidenschaft und einer Vision im Herzen Stein auf Stein gesetzt haben. Wo nach Kriegen und Zerstörung Menschen mit den Steinen der eigenen Häuser alles wieder neu erbaut haben. Wo angeblich ein Gott lebt. Ihr Katholiken, glaubt ihr wirklich, dass eine Nubbelverbrennung Euch davon wieder reinwaschen kann? Als jemand, der diese Religion hinter sich gelassen hat muss ich sagen: Ihr habt keine Werte oder Ihr lebt sie nicht. Im Gegensatz zu Filmen müßt Ihr aber offenbar nicht mit den Konsequenzen leben.

Freitag, Februar 16, 2007

Menschenmengen

Es gibt wohl keinen besseren Ort, um sich in die Einsamkeit zurück zu ziehen, als eine Menschenmenge. Das ist mir bei der Weltmeisterschaft aufgefallen. Das fällt mir jetzt im Karneval wieder besonders auf. Früher - zu Zeiten, als man nicht vor die Tür gehen konnte, ohne dass Nachbarn sich in Dein Leben drängeln - da konnte man nur in den Bergen oder auf hoher See alleine sein. Heute befriedigen sich die Nachbarn am Fernseher und man wird in Ruhe gelassen. Sehr schön. Man geht in die Menschenmenge - schreiend, tanzend, von Ethanol betäubt, vom Lärm betäubt. Schöne Menschen um Dich herum, und keine Chance auf Kontakt. Ist das die Hölle? Mein Freund, mit dem ich unterwegs bin, hat da mehr Erfolg, er zieht mit einem Zwinkern und einer Dame davon. Es muss wohl an mir liegen - ich will einsam sein. Ich atme in meinen Schmerz und denke: Stimmt.

Heute, als ich an meinem Auto verbei komme, stelle ich fest dass ich einen neuen Außenspiegel brauche. Ein Zettel am Scheibenwischer: Die Polizei hat einen Unfall aufgenommen, an dem mein Auto (und wohl insbesondere mein Außenspiegel) beteiligt war. Den Unfallbericht hätte ich gestern abholen können, nun muss ich auf die Post warten. Jetzt bin ich von Köln-Gremberg doch positiv überrascht, da hat jemand das Auto beschädigt und ist nicht einfach weitergefahren? Es gibt wohl noch ehrenwerte Menschen. Auf den Unfallbericht bin ich mal gespannt.

Samstag, Februar 10, 2007

Leere

An manchen Tagen ist man dankbar für jede Ablenkung, Zerstreung; etwas, was verhindert nachzudenken. Wenn man Nachdenken würde, könnte man vielleicht bemerken, wie viele wertvolle Menschen Dich umgeben. Jeder einzelne Wert geliebt zu werden - so wie er ist. Jeder einzelne Wert mehr zu bekommen als Du Dich zu geben im Stande fühlst. Ich stehe hier und fühle mich leer und überfüllt zugleich. Um mich herum ist es leer und übervoll zugleich. Leer - ohne Sinn, ohne Hoffnung, ohne Nutzen, ohne Wert; voll - mit Erwartungen, Ängsten, Träumen. Und wenn ich an diese Fülle denke wird mir klar, dass auch sie leer ist. So ist also alles leer - und das ist genau der Raum, der gestaltet werden kann. Ich bin der Gestalter dieser Leere. Das ist meine Wesen, das ist mein "ich": das Bewerten, Füllen, Leeren und Beziehen. So entstehe "ich", so entsteht meine Welt, das ist mein Bezug zum Sein und zum Rest. Wissend, dass auch dieses "ich" ein gegenstandsloser Begriff ist.

Donnerstag, Februar 08, 2007

Kinder

Mir geht im Moment eine Plakatwerbung ziemlich auf die Nervern. Eine Werbung für das Kinderkriegen, wahrscheinlich steuerfinanziert. Kinderschuhe liegen auf dem Bauch einer schwangeren Frau und der Text endet mit: "[...]und mit Papa lerne ich laufen". Was für ein Heilewelt-Scheiss. Verheimlicht wird der Zusatz "an jedem zweiten Wochenende, wenn Mamma das erlaubt". Warum werden Kinder eigentlich als das Eigentum der Mutter behandelt? Glaubt wirklich jemand eine Karierefrau ist eine gute Mutter. Vor der Trennung habe ich mich um Kai gekümmert, jetzt darf Papa zahlen, aber ändern kann er es wohl nicht.
Ich kann niemandem empfehlen Kinder in die Welt zu setzten. Jedenfalls wenn es ihm missfällt, dass der Sohn auf die Frage was er denn so gemacht habe stets antwortet: "Ich weiß nicht (mehr)" und auf die Frage warum weißt Du es nicht erklärt "Mama möchte nicht, dass ich Dir etwas erzähle". Das sind Augenblicke über die ich weine. Momente, in denen ich die Trennung nach 15 Jahren für viel zu verspätet halte, wo ich jede Zärtlichkeit mit dieser Frau verfluche. Bereue ein Kind ins Leben gerufen zu haben. Vater zu sein, aber nicht wirklich sein zu dürfen. Und es geschieht mir recht. "Karma" - das Ergebnis meines eigenen Handelns. Kein Grund zur Klage. Kein Wunder das Buddhisten and die Wiedergeburt glauben: Ein Leben reicht kaum, um dieses Elend zu bereuen.
Frauen sind anders, sie denken nur in der Dimension Gehaltscheck. Sie wissen, was ein Mann wert ist. Liebe ist das Wissen, dass Hormone das Denken der Männer bestimmen. Sie kauft sich ein Haus und genießt mir unter die Nase zu reiben "bezahl Du nur Deinen Unterhalt". Ich denke, "mein Kind, ich habe solches Mitleid mit Dir, warum habe ich nur so spät verstanden, wie erbärmlich Du bist". Meine Wut löst sich in ein Lächeln auf, ich bin immer noch so provozierbar. Ich bin so dumm. Aber ich habe auch nie etwas anderes behaupted. Es tut mir um meinen Sohn leid, den Du so manipulierst, wie Du es mit mir so oft getan hat. Dein Erfolg gibt Dir Recht. Und Du merkst gar nicht, wie Du eine Marionette Deiner Schwester bist. Du wirst wohl nie merken, dass Dein Leben durch Dich selbst gestaltet wurde.

Mittwoch, Februar 07, 2007

Nur ein Traum

Eine "Selbst"-Bewußtseins-Erfahrung. Ein Traum: Ich werde wach, höre ein seltsames Geräusch, ein Schnarchen, blicke mich im Zimmer um - nichts zu sehen. Denke: "Unglaublich, wie dünn die Wände sein mussen, damit das Schnarchen des Nachbarn so deutlich herüberdringt." Rechne im Kopf ein paar Konstruktionen mit Gips Wänden durch. Wundere mich, ist mir ansonsten nicht aufgefallen. Dann ein Gefühl, als hätte ich vergessen zu atmen und würde aus der Tiefe auftauchend nach Luft schnappen. Ich werde wach. Blicke mich um, alles ist genau wie zuvor im Traum, dann fällt mir auf: Es ist ruhig. Ich habe wohl im Traum mein eigenes Schnarchen gehört. Ich bin überrascht, kann nicht mehr schlafen, bin hellwach, es ist vier Uhr. Ich fühle mich, als wäre ich erwacht - ich bin. Dann wird mir klar: Im Traum war es genau so.